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Die ersten beiden Spiele der WM sind bereits im Kasten. Im Eröffnungsspiel bekamen die Zuschauer drei rote Karten zu sehen, im zweiten drei Tore. Spätestens ab diesem Wochenende geht’s dann Schlag auf Schlag und uns erwarten zehn Partien in 55 Stunden.

Damit ihr nicht den Überblick verliert und im Tippspiel gut performen könnt, liefern wir euch in diesem Newsletter die Insights zu den kommenden Spielen. Außerdem empfehlen wir euch heute ein neues Podcast-Format der ZEIT rund um die WM, ein Essay vom kicker sowie für alle, die es verpasst haben, die Highlights der Partie zwischen Südkorea und Tschechien.

Am Montag um 12 Uhr geht’s dann mit der neuen SLALOM-Ausgabe weiter, garniert mit den nächsten Spieltagstipps.

USA – Paraguay

Die USA gehen mit mehr Tempo, mehr individueller Qualität und dem Heimvorteil in dieses Spiel: Pulisic, McKennie und Balogun können Paraguay vor allem dann wehtun, wenn Pochettinos Team schnell über die Flügel kommt. Paraguay wird unter Alfaro kompakt, körperlich und unangenehm bleiben, doch wenn die USA geduldig bleiben und nicht in offene Zweikämpfe gezogen werden, spricht mehr für einen kontrollierten Auftaktsieg der Gastgeber.

Katar – Schweiz

Die Schweiz bringt mit Granit Xhaka, Manuel Akanji und Dan Ndoye deutlich mehr internationale Erfahrung und Qualität mit. Katar setzt auf ein eingespieltes Kollektiv, verfügt individuell jedoch über weniger Durchschlagskraft. Auf dem Papier spricht daher alles für einen klaren Sieg der Eidgenossen.

Brasilien – Marokko

Das erste Top-Spiel dieser WM. Brasilien hat viel offensive Wucht über Vinícius und Raphinha, doch wie hält ist die Restverteidigung, wenn die Außen hochschieben? Marokko hat mit Hakimi, Brahim Díaz und Bounou genug Qualität, um Brasilien weh zu tun. Über 90 Minuten spricht mehr für individuelle Durchschlagskraft der Seleção, doch ein lockerer Sieg zum Auftakt ist ausgeschlossen.

Haiti – Schottland

Schottland verfügt mit Scott McTominay, Andrew Robertson und John McGinn über deutlich mehr internationale Erfahrung und Qualität. Haiti setzt auf Physis und Umschaltmomente. Auf dem Papier spricht vieles für die Schotten – und Kenny Dalglish dürfte gefallen, wie kompromisslos seine Landsleute solche Spiele normalerweise angehen.

Australien – Türkei

Australien dürfte über Physis, Standards und defensive Organisation kommen, während die Türkei spielerisch mehr Kreativität und Tempo mitbringt. Mit Akteuren wie Çalhanoğlu, Arda Güler und Kenan Yıldız hat die Türkei klare Vorteile im letzten Drittel. Australien bleibt unangenehm, aber wenn die Türken ihr Potenzial aufrufen, erleben wir am Sonntagmorgen den ersten Autokorso.

Deutschland – Curaçao

Deutschland ist klarer Favorit und dürfte über Ballbesitz, Pressing und individuelle Qualität dominieren. Curaçao kann mit Athletik und Umschaltmomenten unangenehm werden, hat aber gegen Spieler wie Musiala, Wirtz und Kimmich klare Nachteile. Wenn es spielerisch läuft, würde selbst Miroslav Klose wohl schon mal gedanklich zum Jubelsalto ansetzen.

Niederlande – Japan

Oranje hat die größeren Namen und mit Van Dijk, Frenkie de Jong und Reijnders viel Kontrolle im Zentrum. Doch Japan gilt nicht zu Unrecht als Geheimfavorit, die Asiaten sind extrem diszipliniert, pressen hoch, schalten schnell um und haben mit Kubo, Doan und Ueda genau die Spieler, die niederländische Aufbaufehler bestrafen können. Dazu kommen bei den Niederländern mehrere Fitnessfragen, von Xavi Simons bis Memphis, zuletzt auch bei Verbruggen. Tendenz: leichtes Plus Niederlande auf dem Papier, aber Japan ist gut genug für einen Punkt und gefährlich genug, um dieses Spiel zu drehen.

Elfenbeinküste – Ecuador

Das ist in Deutschlands Gruppe die Partie, in der es schon früh um Platz zwei geht. Die Elfenbeinküste kommt mit Tempo über Amad Diallo, Simon Adingra und Leipzigs Yan Diomande, Ecuador mit einer der stabilsten Defensiven des Turniers. Wenn Caicedo vor Pacho und Hincapié das Zentrum so schließt wie in der Qualifikation, brennt überhaupt nichts an. Daher gehen die Südamerikaner auch als Favorit in diese Partie.

Schweden – Tunesien

Im Mittelpunkt steht das Duell zwischen Tunesiens Kreativspieler Youssef Msakni und Schwedens Offensivhoffnung Alexander Isak und Victor Gyökeres. Während Tunesien über Kompaktheit und Umschaltspiel kommt, setzt Schweden auf mehr Physis und Durchschlagskraft im Angriff. Die Vorteile liegen leicht bei den Skandinaviern – auch wenn Zlatan vermutlich erklären würde, dass beide Teams vor allem eines vermissen: Zlatan.

Podcast, Artikel und Video-Empfehlungen rund um die WM

Danke, dass du SLALOM heute begleitet hast. Wir hoffen, die Kurve hat sich gelohnt.

Nächste Woche steuern wir das nächste Thema an. Hast du Themen, die dich beschäftigen oder möchtest du deine Meinung zur heutigen Thematik mit uns teilen? Dann schreibe uns gerne eine Nachricht auf Instagram oder per Mail.

Bis bald
Dein SLALOM-Team

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