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Zurück in die Zukunft

Schalke ist wieder da. Nicht durch die Hintertür, nicht auf wackligen Beinen, sondern als Zweitliga-Meister. Drei Jahre nach dem Abstieg kehrt Königsblau in die Bundesliga zurück. Das 1:0 gegen Düsseldorf steht sinnbildlich für eine Saison, in der vieles nach Plan läuft. Kapitän Kenan Karaman besorgt früh die Führung, Schalke hat weniger Ballbesitz, gewinnt knapp, aber verdient und hinten steht mal wieder die Null. Es ist das achte 1:0 in dieser Spielzeit.

Nun geht es zurück in die Zukunft. Schalke beginnt nicht bei null. Der Klub hat sich sportlich sortiert, finanziell Luft verschafft, junge Spieler entwickelt und ein Umfeld geschaffen, das nicht bei jeder Böe die Fenster aufreißt. Ausgerechnet Schalke, dieser Verein der großen Gefühle, hat den Aufstieg vor allem mit Ruhe geschafft. Aber die Bundesliga ist kein Nostalgieprogramm. Sie fragt nicht, wie laut die Kurve singt, wie groß der Name ist oder wie schön sich Rückkehr anfühlt. Dort sind seit über 60 Jahren Ergebnisse die einzige Währung.

In dieser Ausgabe schauen wir deshalb auf die königsblaue Baustelle nach dem Aufstieg. Was hat Schalke wirklich verändert? Welche Rolle spielen Muslić, Džeko und die neue Geschlossenheit? Wie gesund ist der Klub finanziell tatsächlich? Und vor allem: Ist dieser Aufstieg der Anfang einer langfristigen Bundesliga-Zugehörigkeit oder wie beim letzten Aufstieg vor vier Jahren nur ein kurzes Intermezzo?

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Eine letzte Kurve

Auf Schalke hat sich vor allem eines verändert: die Temperatur. Aus dem nervösen Riesen ist für eine Saison ein kontrollierter Klub geworden, der Rückschläge wegsteckte und Spiele hässlich über die Ziellinie brachte. Miron Muslić hat dafür den passenden Ton gefunden. „Emotionale Kontrolle war der Schlüssel“, sagte er vor einer Woche. Auf Schalke klingt das fast wie ein Fremdwort, in dieser Saison wurde es zur Aufstiegsformel.

Karaman gab dieser Mannschaft ein Gesicht, Džeko gab ihr im Winter eine gehörige Portion Euphorie und Baumann gab ihr im Hintergrund Struktur. Entscheidend war aber die Geschlossenheit zwischen Trainer, Kader, Führung und Kurve. Schalke nahm die 2. Liga ernst, hielt die Demut auch als Tabellenführer und fand nach Jahren voller Chaos zurück zu seiner Identität als Arbeiterklub.

Auch finanziell ist Schalke wieder besser aufgestellt, der neue Hauptsponsor katapultiert Königsblau sofort ins Bundesliga-Mittelfeld. Dort auch sportlich zu landen, wird jedoch eine große Herausforderung. Wie tragfähig das in den letzten Monaten errichtete Fundament wirklich ist, bleibt abzuwarten. Wenn Schalke weiter die Ruhe bewahrt und die Emotionen kontrolliert, kann die Rückkehr in die Zukunft gelingen. Die (Königs-)Blaupause liefert dabei der HSV, der an diesem Wochenende die zweitgrößten Schlagzeilen lieferte, indem er sich den Klassenerhalt sicherte.

Danke, dass du SLALOM heute begleitet hast. Wir hoffen, die Kurve hat sich gelohnt.

Nächste Woche steuern wir das nächste Thema an. Hast du Themen, die dich beschäftigen oder möchtest du deine Meinung zur heutigen Thematik mit uns teilen? Dann schreibe uns gerne eine Nachricht auf Instagram oder per Mail.

Bis bald
Dein SLALOM-Team

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