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Frankreich hat gestern Abend bereits vorgelegt, sechs andere Mannschaften wollen es dem Turnierfavoriten um den rekordjagenden Kylian Mbappé gleichtun und ebenfalls ins Halbfinale einziehen.

Aus der XXL-WM ist ein Turnier der altbekannten Schwergewichte geworden: Spanien, Belgien, England und Argentinien gehörten auch bei den vergangenen Turnieren zu den Übriggebliebenen. Mit der Schweiz und Norwegen sind zwei europäische Teams überraschend lange noch dabei, ob sie aber das Viertelfinale gegen favorisierte Gegner überstehen, bleibt zweifelhaft.

In dieser Ausgabe schauen wir auf die verbleibenden drei Partien der Runde der Letzten Acht und liefern euch für jedes Spiel einen Artikel oder ein Video ans Herz, das euch optimal auf die Partie einstimmt.

Den nächsten Newsletter gibt's am Montag, wenn die WM in seine sechste und finale Woche einbiegt.

Drei Spiele, drei Linien, drei Empfehlungen

Spanien - Belgien

Spanien geht als Favorit in dieses Viertelfinale, weil diese Mannschaft bislang keinerlei Schwachstellen zeigt. Rodri ordnet jedes Spiel, die Defensive musste noch keinen einzigen Gegentreffer hinnehmen und Mikel Oyarzabal entpuppt sich als Torjäger, der lange fehlte, um als Titelanwärter zu gelfen. Belgien kommt nach dem 4:1 gegen die USA befreit daher, nicht mehr als ewiger Geheimfavorit, sondern als Mannschaft, die nach der Balogun-Affäre sichtbar Gefallen am Trotz gefunden hat. Doch gegen Spanien reicht gute Laune allein nicht. Belgien muss Rodri aus dem Takt bringen und das Spiel in offene Phasen zwingen, sonst setzt sich die bessere Struktur durch, Pass für Pass, bis irgendwann die Lücke da ist. Sei es auch ganz spät, wie gegen Portugal.

Norwegen - England

Das dritte Viertelfinale dürfte das engste Duell werden. England trifft auf ein Norwegen, das gegen Brasilien gezeigt hat, wie unangenehm es werden kann, wenn der Gegner die Kontrolle verliert. Haaland ist der offensichtliche Fixpunkt, aber seine Wirkung endet nicht beim Abschluss: Er bindet Innenverteidiger und schafft Platz für Läufe über außen. England wird mehr Ballbesitz haben und über Kane, Bellingham und Saka die größere individuelle Qualität auf dem Platz haben, muss das Spiel aber unter Kontrolle halten, weil Norwegen von offenen Phasen lebt. Tuchels Mannschaft hat gegen Mexiko bewiesen, dass sie Druck aushalten kann, zeigte dabei aber auch, wie schnell sie ins Schwimmen gerät, wenn die Abstände größer werden. Aufgrund der Erfahrung und der Qualität der Top-Spieler geht die Tendenz in Richtung England, doch wenn Norwegen Haaland regelmäßig in Strafraumnähe findet, könnten die Wikinger den nächsten Überraschungserfolg feiern.

Argentinien - Schweiz

In dem letzten der vier Viertelfinals geht Argentinien als Favorit, nicht mehr ganz so leichtfüßig wie zu Turnierbeginn, aber abgeklärt genug, um auch wacklige Phasen zu überstehen. Der Albiceleste merkt man das Alter an, doch genau darin liegt auch ihre Stärke: Diese Mannschaft wurde vor vier Jahren Weltmeister, sie glaubt an sich, an die Titelverteidigung und natürlich an Lionel Messi. Der scheint bei dieser WM fast alles zu können, außer Elfmeter, die sollte gegen Elferkiller Kobel im Schweizer Tor vielleicht besser jemand anderes schießen. Die Eidgenossen bringen zwar Ordnung und genug Widerstandskraft mit, um Argentinien lange zu nerven, aber am Ende spricht deutlich mehr für die Reife und Unkaputtbarkeit des Titelverteidigters.

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