Im Topspiel des 26. Spieltags trennten sich Bayer 04 Leverkusen und der FC Bayern München nach einer turbulenten Partie mit 1:1. Trotz zweier Platzverweise, mehrerer VAR-Entscheidungen und eines frühen Rückstands holten die Münchner in der BayArena einen Punkt. In der Tabelle hilft das Remis eher dem Rekordmeister: Bayern bleibt weiterhin klar an der Spitze, während Leverkusen im Rennen um die Champions-League-Plätze wertvollen Boden liegen lässt. 

Spielbericht gegen Bayer Leverkusen

VAR, Platzverweise und späte Dramatik: Bayern holt Punkt in Leverkusen

Die Begegnung zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC Bayern hatte alles, was ein Topspiel braucht: frühe Führung, VAR-Entscheidungen, zwei Platzverweise und eine dramatische Schlussphase. Am Ende trennten sich beide Teams 1:1 – ein Ergebnis, das den Münchnern im Titelrennen deutlich mehr hilft als der Werkself.

Früher Schock für Bayern

Leverkusen erwischte den besseren Start. Die Werkself setzte die Münchner früh unter Druck und nutzte bereits ihre erste echte Möglichkeit. In der 6. Minute eroberte Culbreath den Ball gegen Luis Diaz an der Mittellinie, Schick leitete den Angriff klug weiter und Aleix Garcia zog von halbrechts im Strafraum ab. Noch abgefälscht von Jonathan Tah segelte der Ball über Sven Ulreich hinweg zur frühen 1:0-Führung ins Netz.

Die Bayern brauchten einige Minuten, um in die Partie zu finden. Zwar hatten sie anschließend deutlich mehr Ballbesitz, doch gegen die konzentriert verteidigenden Gastgeber fehlten zunächst die klaren Torchancen. Jackson (9.) und Diaz (24.) vergaben erste Möglichkeiten.

In der 26. Minute schien der Ausgleich zu fallen: Nach einer Kimmich-Freistoßflanke landete der Ball über Umwege bei Tah, der aus kurzer Distanz traf. Doch der VAR griff ein – der Verteidiger hatte den Ball zuvor an den Arm bekommen, der Treffer wurde aberkannt.

Rote Karte kurz vor der Pause

Leverkusen blieb über Konter gefährlich, etwa durch Culbreath, der nach einer halben Stunde nur knapp verzog. Die entscheidende Szene der ersten Hälfte folgte jedoch kurz vor dem Pausenpfiff. Jackson kam im Mittelfeld gegen Terrier zu spät und traf ihn am Knöchel. Schiedsrichter Christian Dingert zeigte zunächst Gelb, korrigierte seine Entscheidung nach VAR-Studium jedoch und stellte den Münchner in der 42. Minute vom Platz.

Mit dem 0:1-Rückstand und einem Mann weniger ging Bayern in die Kabine. 

VAR stoppt Kane – Diaz gleicht aus

Trotz Unterzahl kamen die Münchner mit viel Ballbesitz aus der Pause. Kurz nach einer Stunde schien der Ausgleich gelungen: Blaswich schoss bei einem Klärungsversuch Harry Kane an, der anschließend ins leere Tor einschob (61.). Doch erneut griff der VAR ein – der Ball war zuvor an Kanes Arm gesprungen, der Treffer zählte nicht.

Die Gäste ließen sich davon jedoch nicht beirren. In der 69. Minute nutzten sie einen folgenschweren Fehlpass von Andrich im Aufbau. Michael Olise fing den Ball ab, legte nach links zu Luis Diaz – und der Kolumbianer vollendete aus rund zwölf Metern präzise ins rechte Eck zum 1:1.

Bayern wieder nur zu zehnt

Die Partie blieb anschließend völlig offen. Leverkusen erhöhte den Druck, während Bayern immer wieder Nadelstiche setzte. Doch in der 84. Minute dezimierten sich die Münchner erneut: Diaz ging nach leichtem Kontakt im Strafraum zu Boden, Dingert wertete die Aktion als Schwalbe. Weil der Torschütze bereits verwarnt war, bedeutete die Gelb-Rote Karte das vorzeitige Spielende für ihn.

Dramatische Schlussphase – und ein weiterer VAR-Eingriff

In der langen Nachspielzeit drängte Leverkusen mit aller Macht auf den Siegtreffer. Ulreich rettete zunächst stark gegen Maza (90.+7). Kurz darauf schien die Werkself doch noch zuzuschlagen: Hofmann traf nach einer Hereingabe von Palacios, doch erneut meldete sich der VAR. Die Überprüfung ergab eine Abseitsstellung – der Treffer wurde aberkannt.

So blieb es nach turbulenten Schlussminuten beim 1:1. Während Leverkusen im Kampf um die Champions-League-Plätze zwei wichtige Punkte liegen ließ, verteidigten die Münchner trotz zweier Platzverweise und mehrerer VAR-Entscheidungen einen wichtigen Zähler.

Was sich diese Woche sonst noch so getan hat

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