
Der FC Bayern hat in Freiburg eine Partie gewonnen, die lange verloren schien. Über weite Strecken waren die Münchner zwar feldüberlegen, doch sie fanden zunächst kaum Lösungen gegen leidenschaftlich verteidigende Freiburger und gerieten nach der Pause sogar mit zwei Toren in Rückstand. Freiburg nutzte seine Momente deutlich zielstrebiger: Erst zog Manzambi unmittelbar nach Wiederbeginn aus der Distanz sehenswert zum 1:0 ab, später staubte Höler nach einer Ecke und einer unzureichenden Klärung von Neuer zum 2:0 ab. Die Bayern wirkten zu diesem Zeitpunkt verwundbar, in der Defensive nicht immer stabil und im letzten Drittel oft noch zu unpräzise.
Dennoch kippte die Partie in der Schlussphase komplett. Mit zunehmender Spieldauer drückten die Münchner Freiburg immer tiefer in die eigene Hälfte, angetrieben vor allem über die rechte Seite und über den immer aktiver werdenden Olise. Zunächst war es noch Atubolu, der mehrfach stark parierte und sein Team im Spiel hielt. Doch in der 81. Minute fand Bayern endlich den Anschluss: Karl legte zentral vor dem Strafraum ab, Bischof zog aus rund 25 Metern ab und setzte den Ball präzise ins linke untere Eck. Dieser Treffer veränderte die Statik des Spiels spürbar. Freiburg bekam kaum noch Entlastung, Bayern glaubte nun sichtbar an die Wende.
In der langen Nachspielzeit schlug der Rekordmeister dann mit aller Konsequenz zu. Nach einer schnell ausgeführten Ecke landete der Ball erneut bei Bischof, der diesmal mit links aus der Distanz ins rechte untere Eck traf und den 2:2-Ausgleich besorgte. Freiburg wankte nun, Bayern blieb mit aller Macht vorne. Als die Partie bereits in ihre letzten Sekunden lief, setzte Kimmich Davies auf der linken Seite ein, dessen präzise Hereingabe Karl in der Mitte aus kurzer Distanz zum 3:2 verwertete. Aus einem 0:2 machte Bayern so noch einen späten Auswärtssieg, getragen von wachsendem Druck, zwei starken Distanzschüssen von Bischof und einem eiskalten letzten Angriff in der Nachspielzeit.
Am Ende bleibt ein Spiel, das vor allem von seiner Dramaturgie lebte: Freiburg war mutig, diszipliniert und lange auf Kurs für einen großen Sieg, doch die Münchner bewiesen Moral und drehten eine nahezu verlorene Begegnung noch mit letzter Kraft. Für Bayern ist es ein Sieg der Beharrlichkeit, für Freiburg eine bittere Niederlage nach großem Aufwand und einer lange nahezu perfekten Leistung.
Was sich diese Woche sonst noch so getan hat
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