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Nun ist es also vollbracht: RB Leipzig und der DFB haben sich auf ein Modell geeinigt, das Jürgen Klopp zum neuen Bundestrainer macht. Neben drei Länderspielen, die bis 2030 in Leipzig stattfinden sollen, verpflichtet sich der DFB zu einer Spende in Höhe von einer Million Euro an die RB-Stiftung Wings for Life.

Der DFB erhält dafür wohl den besten verfügbaren Trainer mit deutschem Pass. Mit Klopp sichert sich der größte Fußballverband der Welt nicht nur einen Trainer mit prall gefülltem Trophäenschrank und einem strahlenden Lächeln, sondern auch das Versprechen auf bessere Zeiten.

Einen Menschenfänger, der eine Mannschaft auf seine ganz eigene Art erreicht. Einen Trainer, für den seine Spieler durchs Feuer gehen würden. Einen der wenigen, die selbst der Trainerlichtgestalt Pep Guardiola dauerhaft die Stirn bieten konnten. The Normal One. Und doch wird die Personalie Klopp längst nicht überall mit offenen Armen empfangen. Dafür gibt es vor allem drei Gründe.

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Eine letzte Kurve

Dass Jürgen Klopp Ahnung von Fußball hat, steht außer Frage. Und dennoch stellt sich die Frage, ob ausgerechnet ein Trainer, dessen Erfolg auf taktischer Perfektion und intensivem Gegenpressing beruht, der richtige Mann für diesen Job ist. Einen Job, den selbst Oliver Mintzlaff einst für so überschaubar hielt, dass man ihn problemlos mit einer Tätigkeit als RB-Markenbotschafter verbinden könne.

Dabei geht es nicht nur um den zeitlichen Aufwand. Fast überall, wo Klopp gearbeitet hat, brauchte er mehrere Jahre, um seine Mannschaften zu formen und den großen sportlichen Erfolg zu erreichen. Das ist völlig legitim, wenn man langfristig denkt. Doch ob ihm die rund 80 Millionen Bundestrainer diese Zeit geben würden, steht auf einem anderen Blatt.

Zwar versuchte die Sportschau jüngst, Klopp vom Buhmann wieder zum Bundestrainer – und damit zurück zu altem Glanz – zu erklären. Doch am Image des einstigen Vorzeigedeutschen sind längst Kratzer zu erkennen. Dass Jürgen Klopp Geld nicht grundsätzlich abgeneigt ist, störte lange Zeit vor allem die Ultras. Mit seinem Wechsel zu RB, seinen Aussagen über Bundestrainer a. D. Julian Nagelsmann und dem einen oder anderen missglückten Interview hat sich dieses Bild jedoch weiter verändert. Klopp genießt längst nicht mehr uneingeschränkt Sympathien. Seine Sporen müsste er sich als Bundestrainer gewissermaßen neu verdienen.

Sollte ihm das gelingen, dürfte ihm die Öffentlichkeit allerdings schnell wieder die Hand reichen. Dann würden auch die eine oder andere umstrittene Abzweigung in seinem Lebenslauf deutlich weniger ins Gewicht fallen.

Danke, dass du SLALOM heute begleitet hast. Wir hoffen, die Kurve hat sich gelohnt.

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