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In drei Tagen ist es so weit und die WM 2026 geht endlich los. Die Berichterstattung rund um das größte Turnier aller Zeiten befindet sich bereits auf einem Höhepunkt. Täglich erscheinen neue Artikel, Podcasts und Videos. Viele davon beschäftigen sich mit der Frage, wer das Turnier denn gewinnen wird und – natürlich – wie denn die deutsche Nationalmannschaft abschneiden wird. Doch ein Weltmeister lässt sich nicht vorhersagen. Zu groß ist der Faktor Zufall im Fußball. Und zu eng sind die Spitzenteams sportlich beieinander.

Wir liefern euch heute daher keine Weltmeister-Prognose. Stattdessen zeigen wir euch, welche Aspekte bei den Prognosen sinnvoll sind, und welche völlig irrelevant sind. Was verraten Heimvorteil, Klima, Weltrangliste und Turnierhistorie wirklich? Welche Zahlen helfen bei der Prognose und welche führen nur in die Irre? Und warum gilt Spanien schon wieder als der Top-Favorit?

All das klären wir in der heutigen Ausgabe. Wer anschließend überzeugt davon ist, einen Weltmeister prognostizieren zu können, darf sein Tippkönnen gerne in unserem SLALOM-Tippspiel unter Beweis stellen. Mitmachen lohnt sich, denn die besten drei Tipper erhalten jeweils ein Trikot. Hier könnt ihr euch anmelden: https://www.kicktipp.de/slalom-wm-tippspiel/.

Lesestoff aus verschiedenen Perspektiven

Das Auge spielt mit

Eine letzte Kurve

WM-Prognosen sind Versuche, ein Turnier zu kontrollieren, das nicht kontrollierbar ist. Oder wie soll man vorhersagen, welche Spieler sich im Turnierverlauf verletzen, welche Entscheidungen die Schiedsrichter treffen oder wer ein Elfmeterschießen gewinnt?

Dennoch gibt es gewisse Zahlen, die Aufschluss darüber geben, wie groß die Chancen eines Teams sind, Weltmeister zu werden. Zahlen, die etwas über die Substanz einer Mannschaft verraten. Eine ausgeglichene Altersstruktur, internationale Erfahrung, die Anzahl der Länderspiele des Kapitäns, die Anzahl der Tore des Stürmers. Auch die Größe eines Landes und damit die Anzahl der zur Verfügung stehenden Top-Spieler ist relevant.

Weniger sinnvoll hingegen sind Zahlen, die die Mannschaft nur oberflächlich betrachten. Der Heimvorteil etwa bringt nichts. Seit 1978 konnte nur ein Gastgeber, Frankreich 1998, das Turnier gewinnen. Das liegt aber nicht am Heimvorteil per se, sondern daran, dass der Fußball globalisiert ist und zuletzt Turniere in Südafrika, Russland oder Katar stattfanden. Auch die FIFA-Weltrangliste, die es seit 1992 gibt, hat nur einen bedingten Wert. Noch nie konnte der Erste dieser Rangliste die WM gewinnen, jedoch war auch noch nie ein Weltmeister schlechter als Position 18 auf dieser Liste. Ein Weltmeister kommt selten aus dem Nichts.

Auch 2026 zählen die üblichen Verdächtigen aus Europa und Südamerika zu den Favoriten. Nicht, weil historisch nur Teams von diesen beiden Kontinenten Weltmeister wurden, sondern weil Mannschaften wie Spanien, Frankreich oder Argentinien aktuell die besten Voraussetzungen mitbringen: hohe individuelle Qualität, internationale Erfahrung und genug Tiefe, um auch Ausfälle zu kompensieren.

Spanien ist der Top-Favorit, weil Form und Spielidee perfekt ineinandergreifen, Frankreich hat die höchste individuelle Qualität, England enorme Breite, Argentinien Erfahrung, Deutschland ein Kaderprofil, das vielen früheren Weltmeistern ähnelt, und die Niederlande zumindest das Vertrauen eines Ökonomen, der die letzten drei Weltmeister korrekt berechnete. Das Favoritenfeld lässt sich also eingrenzen, der Weltmeister jedoch nicht berechnen. Prognosen zeigen, wer gute Karten hat. Entscheidend bleibt, wer sie auf dem Platz auch ausspielt.

Danke, dass du SLALOM heute begleitet hast. Wir hoffen, die Kurve hat sich gelohnt.

Nächste Woche steuern wir das nächste Thema an. Hast du Themen, die dich beschäftigen oder möchtest du deine Meinung zur heutigen Thematik mit uns teilen? Dann schreibe uns gerne eine Nachricht auf Instagram oder per Mail.

Bis bald
Dein SLALOM-Team

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