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IParis Saint-Germain ist aktueller Champions-League-Sieger und spielt trotzdem noch besseren Fußball als vor einem Jahr. Dembélé gewann den Ballon d’Or, Vitinha kontrolliert Spiele wie ein Metronom und selbst gegen Europas Topteams wirkt PSG inzwischen oft wie die kompletteste Mannschaft des Kontinents.

Dabei galt dieser Klub jahrelang als Sinnbild für ein anderes Problem: zu viele Stars, zu wenig Balance. Neymar, Messi, Mbappé. Viel individuelle Klasse, aber selten das Gefühl, dass daraus wirklich ein funktionierendes Kollektiv entsteht.

Genau hier beginnt die Geschichte von Luis Enrique. Denn der Spanier hat PSG nicht neu aufgebaut, sondern neu geordnet. Der Fokus liegt heute weniger auf globalen Superstars als auf jungen, taktisch flexiblen Spielern, die bereit sind, sich einer klaren Idee unterzuordnen. Enrique machte aus Einzelspielern ein Pressingkollektiv, aus Ballbesitz eine Waffe gegen den Ball und aus Dembélé einen der komplettesten Offensivspieler der Welt.

Doch wie groß ist der Anteil des Trainers an dieser Entwicklung wirklich? Wie viel davon ist taktische Brillanz – und wie viel schlicht das Resultat eines Klubs, der finanziell Möglichkeiten besitzt, die fast kein anderer Verein der Welt hat?

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Für noch mehr Tiefgang

Eine letzte Kurve

Luis Enrique hat PSG verändert. Nicht, weil er plötzlich mehr Talent zur Verfügung hatte als seine Vorgänger, sondern weil er radikal aussortierte und endlich eine Idee über die Namen stellte. Aus einer Ansammlung von Superstars wurde unter ihm die vielleicht beste Vereinsmannschaft der Welt.

Der größte Beweis dafür ist Ousmane Dembélé. Jahrelang galt er als unberechenbares Problemkind, heute ist er Ballon-d’Or-Sieger und das Symbol dieser neuen PSG-Mannschaft. Nicht nur wegen seiner Dribblings oder Tore, sondern weil er unter Enrique lernte, wie man gegen den Ball arbeitet, Räume schließt und Teil eines Systems wird. Genau darin liegt die eigentliche Trainerleistung des Spaniers.

Trotzdem gehört zur Wahrheit auch die Umgebung, in der dieser Fußball entsteht. PSG spielt in Frankreich oft mit einer besseren B-Elf als viele Gegner mit ihrer stärksten Mannschaft. Die Liga erlaubt Rotation auf einem Niveau, das es in England, Spanien oder Italien kaum gibt. Wer in Paris die Champions League spielt, ist der eigentliche Stammspieler. Einsatzminuten in der Ligue 1 sagen deshalb oft wenig über die wahre Hierarchie aus.

Dass einem Trainer dieser Balance-Akt dennoch so konstant gelingt, ist nicht hoch genug zu bewerten und sollte in Madrid, Manchester und London für große Fragezeichen sorgen. Denn hier sind die Mittel im Vergleich zu Paris kein entscheidender Nachteil.

Danke, dass du SLALOM heute begleitet hast. Wir hoffen, die Kurve hat sich gelohnt.

Nächste Woche steuern wir das nächste Thema an. Hast du Themen, die dich beschäftigen oder möchtest du deine Meinung zur heutigen Thematik mit uns teilen? Dann schreibe uns gerne eine Nachricht auf Instagram oder per Mail.

Bis bald
Dein SLALOM-Team

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