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Erstmals in seiner Geschichte steht der SC Freiburg in einem europäischen Finale. Der FC Bayern scheiterte nur knapp am ersten Champions-League-Endspiel seit 2020. Und selbst Mainz 05 spielte bis Mitte April international mit, als wäre das völlig normal.

Deutschland kann also international mithalten. Oder?

Ganz so einfach ist es nicht. Die Leistungen dieser drei Klubs sind außergewöhnlich. Doch eine starke Europapokal-Saison spricht nicht automatisch für eine starke Liga. Der Blick zurück zeigt ein bunteres Bild. Dortmund erreichte 2024 das Champions-League-Finale, Frankfurt gewann 2022 die Europa League, die gerade abgestiegenen Heidenheimer sorgten erst vergangene Saison in der Conference League für Furore. Dazu kommen Klubs wie Leverkusen, Stuttgart, Leipzig, Union, Wolfsburg oder Gladbach. Viele deutsche Klubs hatten in den vergangenen fünf Jahren ihre europäischen Momente.

Aber was bedeutet das eigentlich? Spricht diese Vielfalt für die Stärke der Bundesliga? Oder eher für die Austauschbarkeit vieler Klubs hinter den Bayern?

Genau darum geht es in dieser Ausgabe. Wir schauen darauf, wie konkurrenzfähig die Bundesliga im Vergleich zur Premier League wirklich ist und weshalb dieser gerne gezogene Vergleich oft am Kern des deutschen Fußballs vorbeigeht.

Wenn dir die Ausgabe gefällt, leite sie gerne an alle weiter, denen die Zukunft des deutschen Fußballs am Herzen liegt.

Hier gibt’s was auf die Ohren

Lesestoff aus verschiedenen Perspektiven

Das Auge spielt mit

Eine letzte Kurve

Der Europapokal-Finaleinzug des SC Freiburg, die Halbfinalteilnahme des FC Bayern sowie der Viertelfinaleinzug des 1. FSV Mainz 05 lassen vermuten, dass die Bundesliga international konkurrenzfähig ist. Doch das ist der falsche Schluss. Die Premier League stellt drei Teams in drei europäischen Finals, und auf der Insel ist das nicht mal eine Sensation.

Alle der letzten 19 K.O.-Duelle gegen nicht-englische Teams in der Conference und Europa League konnten die Engländer für sich entscheiden. Mit ihren finanziellen Möglichkeiten ist dieser Erfolg auch erwartbar. Deutsche Teams können mit sehr guter Arbeit ebenfalls weit kommen, aber eben nicht jedes Jahr. Englische Teams sind dagegen selbst mit nur mäßig guter Arbeit regelmäßig lange dabei, erst recht in den Jahren nach Corona. Geld schießt bekanntlich eben Tore. Und davon gibt es auf der Insel reichlich.

Diese Entwicklung ist nicht neu. Ist sie besorgniserregend? Nicht unbedingt. Der deutsche Fußball lebt nicht von Finalteilnahmen in der Conference oder Europa League, nicht von horrenden Ticket-Preisen und Investorengeldern, sondern von seiner Fankultur, ausverkauften Stadien und wirtschaftlicher Vernunft. Auch dafür steht der Freiburger Finaleinzug exemplarisch. Eine solche Symbiose zwischen Fans und Mannschaft nach dem Spiel wäre anderswo kaum denkbar. Und genau das ist der eigentliche Erfolg des deutschen Fußballs.

Danke, dass du SLALOM heute begleitet hast. Wir hoffen, die Kurve hat sich gelohnt.

Nächste Woche steuern wir das nächste Thema an. Hast du Themen, die dich beschäftigen oder möchtest du deine Meinung zur heutigen Thematik mit uns teilen? Dann schreibe uns gerne eine Nachricht auf Instagram oder per Mail.

Bis bald
Dein SLALOM-Team

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