Spielbericht gegen Frankfurt

Der FC Bayern München bleibt das Maß der Dinge – auch wenn es gegen die Eintracht aus Frankfurt unnötig spannend wurde. Nach einer über weite Strecken drückend überlegenen Vorstellung führten die Münchner bereits mit 3:0, ehe zwei späte Gegentreffer die Partie noch einmal kippen ließen. Am Ende stand jedoch ein verdienter 3:2-Erfolg, der die Dominanz des Rekordmeisters unterstreicht – und zugleich kleine Schönheitsfehler offenbart.

Pavlovic eröffnet, Kane legt nach

Von Beginn an schnürten die Münchner die Hessen tief in deren Hälfte ein. Mit hohem Pressing, schnellen Seitenwechseln und konsequentem Zug zum Tor ließen sie Ball und Gegner laufen. Erste Abschlüsse durch Musiala und Olise kündigten an, was sich nach einer Viertelstunde materialisierte: Nach einer kurz ausgeführten Ecke klärte Collins nur unzureichend – Aleksandar Pavlovic fasste sich aus der Distanz ein Herz und traf per Volley flach zur Führung (16.). Ein haltbarer Ball, der Kaua Santos durch die Hände rutschte.

Die Bayern blieben am Drücker. Immer wieder sorgte Olise mit scharfen Hereingaben für Gefahr. Eine davon verlängerte Stanisic am ersten Pfosten – und im Zentrum stieg Harry Kane hoch, um zum 2:0 einzuköpfen (20.). Die Führung war zu diesem Zeitpunkt nicht nur verdient, sondern fast schon zwingend.

Frankfurt fand offensiv kaum statt, kam erst kurz vor der Pause zu ersten Annäherungen. Die Münchner hingegen kontrollierten Tempo und Rhythmus nahezu nach Belieben.

Kane erhöht – Frankfurt meldet sich zurück

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst unverändert. Zwar hatte Frankfurt durch Burkardt die große Chance auf den Anschlusstreffer – sein Lupfer landete jedoch am Pfosten (62.) –, doch die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten. Nach Ballgewinn im hohen Pressing schaltete Kimmich blitzschnell um, bediente Kane – und der Engländer traf präzise aus der Distanz flach ins Eck zum 3:0 (68.). Sein 28. Saisontor, Ausdruck seiner beeindruckenden Konstanz.

Die Partie schien entschieden. Doch dann schlichen sich Nachlässigkeiten ein. Nach VAR-Überprüfung entschied Schiedsrichter Reichel auf Strafstoß für Frankfurt, nachdem Kane Höjlund im Strafraum getroffen hatte. Jonathan Burkardt verwandelte sicher zum 1:3 (77.) und leitete damit eine unerwartet hektische Schlussphase ein.

Als die Bayern im eigenen Strafraum nicht konsequent klärten, nutzte Joker Arnaud Kalimuendo einen Abstimmungsfehler eiskalt aus und schob zum 2:3 ein (86.). Plötzlich witterte die Eintracht ihre Chance. Götze setzte einen Volley knapp über das Tor, weitere Hereingaben sorgten für Unruhe – doch die Münchner brachten den Vorsprung mit Mühe und etwas Glück über die achtminütige Nachspielzeit.

Dominanz mit Schönheitsfehlern

Über weite Strecken demonstrierte der FC Bayern seine Überlegenheit in Ballbesitz, Zweikampfführung und Chancenqualität. Das 3:0 spiegelte die Kräfteverhältnisse wider. Doch die späten Unkonzentriertheiten verhinderten einen rundum souveränen Auftritt und gaben der Eintracht, die lange kaum Zugriff hatte, noch einmal Hoffnung.

Unterm Strich aber bleibt ein verdienter Heimsieg – angeführt von einem einmal mehr treffsicheren Harry Kane. Die Bayern setzen damit im Fernduell um die Spitze ein weiteres Ausrufezeichen, auch wenn die Schlussphase Mahnung und Warnsignal zugleich war.

Was sich die Woche sonst noch so getan hat

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